Blick hinter die Kulissen: Unsere studentischen Hilfskräfte und Praktikant*innen

Auswahlverfahren für Studierende und Stipendiaten zu entwickeln, durchzuführen und anschließend zu evaluieren ist aufwändig und umfangreich. Insbesondere im Frühjahr, wenn die große Mehrheit unserer Testverfahren stattfindet, gibt es viel zu tun – Organisation, Qualitätssicherung, Vorbereitung von Materialien, Teilnehmeranfragen beantworten… Das alles würden wir ohne unsere studentischen Hilfskräfte (SHK) und unsere Praktikant*innen nicht schaffen. Daher möchten wir stellvertretend vier von ihnen vorstellen und zu Wort kommen lassen: Marie-Claire und Marek (beide: SHK im Teilnehmer-Support), Paulina (SHK für Design, Marketing und Grafiken) und Lena (Praktikantin im Frühjahr 2021).

Wir haben ihnen ein paar Fragen zu ihrer Arbeit gestellt. Vielleicht sind wir ein wenig befangen… aber uns freuen natürlich die positiven Schilderungen. Das bestätigt uns in unserer Arbeit und motiviert uns für die Zukunft. Vielen Dank an euch vier und alle anderen, die uns unterstützen!

 

Ohne sie würde es nicht gehen: Marie-Claire, Marek, Paulina und Lena unterstützen das ITB bei Testverfahren und vielen weiteren Aufgaben

Was macht ihr eigentlich beim Institut für Test- und Begabungsforschung?

Marie-Claire: Mein Aufgabengebiet als SHK innerhalb der Hochschuldiagnostik bei ITB ist sehr vielfältig. Neben dem Tagesgeschäft, also der Betreuung von Anfragen von Teilnehmenden über Mail und Telefon, reicht es von Aufgabenkonstruktion, -probelösen und -auswerten über Vorbereitung und Betreuung von (Online-)Testungen bis hin zu Qualitätssicherungen oder Übersetzungen für die Website.

Marek:  Meine Hauptaufgabe ist es, Teilnehmer*innen per Hotline und Mail bei Problemen zu helfen. Da es sich bei den meisten Teilnehmenden um aktuelle oder angehende Studierende handelt, fällt es mir leicht, auf einer Wellenlänge zu kommunizieren. Seltene Ausnahmen bestätigen hier natürlich wie immer die Regel. Darüber hinaus habe ich aber auch in nahezu allen anderen Teilen des Instituts bereits mitwirken können. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung und Qualitätskontrolle von Testaufgaben, das Beaufsichtigen von Testungen vor Ort, aber auch „stumpfere“ Aufgaben wie das Ein- und Auspacken von Testunterlagen – auch das muss ja erledigt werden.

Paulina: Ich arbeite hauptsächlich im Design, darunter fallen zum Beispiel die Erstellung von Icons, Testheftgrafiken oder auch die Erstellung der neuen Website.

Lena: Da ich mich sehr für das Themenfeld Studieneignung interessiere, habe ich mich bereits relativ früh im Praktikum für verschiedene Aufgaben in diesem Bereich gemeldet. Ich durfte mich an der Entwicklung von Items für die Studien- und Auszubildendenauswahl probieren, habe Items von anderen probegelöst und Feedback gegeben sowie die technisch korrekte Umsetzung von Studienauswahltests überprüft. Wir Praktikantinnen haben nach einer entsprechenden Schulung auch als Proctoren, also virtuelle Prüfungsaufsichten, Hochschulauswahltests begleitet und beaufsichtigt. Das war spannend, da wir so auch einen direkten Kontakt zu den Testteilnehmenden hatten.

Was sind dabei eure Lieblingsaufgaben und warum?

Marie-Claire: Ich würde sagen, die Mischung machts! Auf der einen Seite finde ich den Kundenkontakt zu Teilnehmenden aus dem In- und Ausland sehr angenehm (auch wenn man durch die coronabedingte zeitweise Stilllegung der Telefonhotline seltener Teilnehmende direkt am Hörer hat). Auf der anderen Seite macht es mir Spaß, mich im Rahmen von Auswertungen und Probelösen stärker in logische Zusammenhänge hineinzudenken und zu knobeln.

Marek:  Mein persönliches Highlight ist die Aufgabenentwicklung. Man kann dabei kreativ werden und entwickelt ein immer besseres Gefühl dafür, welche Elemente bei Aufgaben die Schwierigkeit erzeugen. Es macht besonderen Spaß, da man thematisch häufig sehr viele Freiheiten hat und dadurch mit den verschiedensten Bereichen in Berührung kommt.

Paulina: Zu meinen Lieblingsaufgaben gehörte die Erstellung der Website, denn dadurch konnte ich meinen persönlichen Kenntnisbereich erweitern. Ich hatte zuvor nur theoretische Grundkenntnisse zur Websiteerstellung. Durch die Aufgabe konnte ich diese anwenden und vertiefen.

Lena: Die Itementwicklung war auch für mich eine Lieblingsaufgabe, genauso wie das Probelösen. Es war schön, sich dort kreativ auszuleben, aber auch spannend zu sehen, welche Herausforderungen sich ergeben, wenn so viele Items für die verschiedenen Tests entwickelt werden müssen. Ebenfalls ein lehrreiches Highlight für mich war eine Einführung in die Reliabilitätsanalyse durch verschiedene Mitarbeiter*innen des ITB, die uns ausführlich erklärten, wie in der Qualitätssicherung und Itemauswahl statistisch vorgegangen wird.

Wie erlebt ihr die Arbeit beim ITB?

Paulina: Als ich beim ITB als SHK angefangen habe, war ich sehr überrascht von dem freundlichen Umgang und der Wertschätzung, die den SHKs und Praktikant*innen entgegengebracht wird. Ich erlebe meine Arbeit im ITB als eine spannende Zeit in einem sehr angenehmen Arbeitsumfeld.

Lena: Meine Praktikumszeit hat meine erste Einschätzung des Unternehmens als sehr sympathische und wissenschaftlich fundierte Beratung bestätigt. Das Praktikum bot eine abwechslungsreiche, lehrreiche und sehr wertschätzende Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen beim ITB, obwohl wir alle pandemiebedingt so viel Zeit im Homeoffice verbringen.  

ITB bietet neben den verschiedenen Verfahren für Hochschulen auch Eignungsdiagnostik für Unternehmen an. Wo liegen Eurer Meinung nach die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Bereichen, wo die Unterschiede?

Marie-Claire: Ich hatte das Glück, durch mein Praktikum, das ich vor meiner SHK-Tätigkeit bei ITB absolviert habe, einen Einblick sowohl in die unternehmensbezogene als auch in die hochschulbezogene Eignungsdiagnostik von ITB zu erhalten. Beiden Bereichen ist das grundlegende Ziel gemein, Potentiale von Menschen zu erkennen und zu fördern: Worin liegen meine Stärken und wie kann ich diese gut einsetzen? Ein solches Feedback kann sowohl im Rahmen eines Development Centers als auch durch einen Studieneignungstest für den oder die Einzelne sehr hilfreich sein. Besondere Bedeutung kommt hierbei dem Hochschulsektor zu, indem durch unabhängige und faire Tests Gleichheit bezüglich Bildungschancen gefördert wird – ein Problem, dem wir uns in Deutschland stellen müssen. 

Marek:  Die Gemeinsamkeiten liegen größtenteils in der zugrundeliegenden Theorie. Es geht immer um die Fragestellung, welche Eigenschaften für Erfolg in einem bestimmten Bereich entscheidend sind, und wie wir diese Eigenschaften messen können. In der Praxis sind die Unterschiede dennoch sehr groß. Eignungsdiagnostik im Unternehmenskontext muss modern und hip sein. Im Hochschulbereich entscheiden hingegen meist harte wissenschaftliche Gütekriterien darüber, wie gut ein Verfahren bei den Hochschulen ankommt.

Lena: Die Gemeinsamkeiten sehe ich in den grundlegenden Prinzipien der psychologischen Eignungsdiagnostik, dem Streben nach Validität, Reliabilität und Objektivität. Um diese Gütekriterien sicherzustellen, liegt der Fokus in beiden Bereichen jedoch auf unterschiedlichen Maßnahmen, da für Hochschulen eher Tests und für Unternehmen eher Simulationsverfahren wie etwa Assessment Center zum Einsatz kommen.

Was macht das ITB einzigartig?

Marie-Claire: Ganz klar: Die Fundierung seiner Verfahren anhand wissenschaftlicher Standards ist das Alleinstellungsmerkmal des ITB. Ganz konkret heißt das zum Beispiel, dass Testaufgaben vor ihrem Ernsteinsatz mehrere Probeläufe unterlaufen, in denen anhand statistischer Prüfungen im Sinne der probabilistischen Testtheorie bestimmte Standards erfüllt sein müssen. Aber auch generell herrscht beim ITB eine Atmosphäre, in der neue Forschungsergebnisse offen reflektiert und bei Bedarf in die Arbeit integriert sowie neue Methoden gerne ausprobiert werden.

Marek:  Das ITB macht einzigartig, wie toll die Feedbackkultur im Alltag gelebt wird. Wir erklären nicht nur unseren Kund*innen die Wichtigkeit von qualitativem Feedback, sondern setzen dies auch tatsächlich bei uns selbst um, was eine optimale Umgebung für die persönliche Weiterentwicklung schafft. Außerdem bemerkt man die Expertise bei der Personalauswahl, denn wenn man sich im Kollegium umschaut entdeckt man eine Menge sehr schlauer und sehr netter Köpfe ;-).

Lena: Gerade die Verbindung von Hochschulbereich und Unternehmensbereich, sowie der starke Fokus auf wissenschaftlich fundierten Methoden und Inhalte lässt das ITB für mich herausstechen. Große und kleine Projekte werden mit großer Beratungs- und Organisationkompetenz gemeistert.

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