Wie schnell können internationale Studierende ihre Sprachkenntnisse verbessern?

Für viele internationale Studierende ist es wichtig, Sprachkenntnisse zu erwerben oder zu verbessern. Schwierigkeiten beim Studium in einer Fremdsprache sind keine Seltenheit, und der Erfolg der Studierenden hängt zum Teil davon ab, wie schnell sie ihre Sprachkenntnisse verbessern.

Es gibt viele Tests zur Messung der Sprachkompetenz, aber kaum Tests, die die Sprachlernfähigkeit messen. Dabei lässt sie sich gut mit einem Test erfassen, der selbst nur geringe sprachliche Anforderungen stellt.

Klingt das wie die Quadratur des Kreises?

Ich möchte Ihnen ein Testformat vorstellen, das wir in den 1980er Jahren entwickelt haben und das sich später in mehreren Testprogrammen bewährt hat: Wir haben es im Test für ausländische Studierende (TestAS), im Zulassungstest für ausländische Studierende an der Universität St. Gallen und in einem Auswahlverfahren für internationale Ärzte an deutschen Krankenhäusern eingesetzt.

Die Auswertung des Tests nach einigen Jahren ergab: Die Testergebnisse sagen die Ergebnisse der Sprachprüfungen B2 und C1 der Ärzte voraus. Die unkorrigierten Korrelationen variierten zwischen r = 0,33 (Ergebnis in einer B2-Prüfung) und r = 0,58 (Ergebnis im Telc-Test).

Wie sieht der Ablauf dieses offensichtlich sehr aufschlussreichen Sprachtests aus? Die Teilnehmer lesen einfache Wörter und Sätze in einer erfundenen Sprache sowie deren Übersetzung. Anhand dieser Informationen müssen sie herausfinden, was die einzelnen Wörter bedeuten und welche grammatikalischen Regeln gelten. Anschließend können sie neue Sätze übersetzen. Der Test prüft die Fähigkeit, Strukturen und Regeln in Sprachmustern zu erkennen und diese Regeln auf neue Sätze anzuwenden. Ein vollständiger Test nutzt viele verschiedene erfundene Sprachen, um ein breites Spektrum an Herausforderungen zu bieten.

Ein Beispiel:

  • Koloa = Ich schlafe
  • Kolue = Er schlief
  • Satoe = Er isst

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