Das Blütenmodell der Studieneignung

Kognitive Tests haben viele Vorteile gegenüber anderen Auswahlverfahren

Kognitive Tests haben sich, das ist in etlichen nationalen wie internationalen Studien belegt worden, gegenüber anderen Auswahlverfahren am besten bewährt. Sie sind ökonomisch in der Durchführung und Auswertung, sie sind objektiv, und sie liefern eine sehr gute Prognose von Studienerfolg. Damit sind sie anderen Auswahlkriterien wie Interviews, Empfehlungsschreiben oder Motivationsschreiben deutlich überlegen.

Was sind Studierfähigkeitstests?

Die Studierfähigkeit umfasst eine Vielzahl individueller Voraussetzungen, die ein erfolgreiches Studieren ermöglichen. Studierfähigkeitstests stellen eine Simulation typischer Anforderungssituationen im Studium dar und erfassen vor allem die für ein Studium notwendigen intellektuellen Fähigkeiten, wie z.B. analytisches Denkvermögen und Textverständnis. Im Unterschied zu klassischen Intelligenztests prüfen Studierfähigkeitstests das Aufnehmen von und den Umgang mit komplexeren Informationen und sind genauer auf das Fähigkeitsniveau von Studienbewerbern zugeschnitten.

Es kann zwischen allgemeinen und studienfeldbezogenen Studierfähigkeitstests unterschieden werden. Während allgemeine Studierfähigkeitstests intellektuelle Fähigkeiten prüfen, die für so gut wie alle akademischen Ausbildungsgänge wichtig sind, prüfen studienfeldbezogene Studierfähigkeitstests Fähigkeiten, die für ein erfolgreiches Studium bestimmter Studienfelder wichtig sind.

Die studienfeldbezogenen Studierfähigkeitstests von ITB wurden in Zusammenarbeit mit Fachexperten (z.B. Professoren, Dozenten) so konstruiert, dass sie die fachspezifischen Anforderungen der jeweiligen Studiengänge bestmöglich abbilden.

Sie basieren auf dem unten abgebildeten „Blütenmodell“, in dem die studienfeldspezifischen Anforderungen (A), die Überlappung der Anforderungen „benachbarter“ Studienfelder (B) und  unspezifische, also allgemeine Anforderungen eines Studiums (C) veranschaulicht sind. Die besonders für die Philologien spezifische Fähigkeit, in sprachlichen Gebilden klangliche und rhythmische Strukturen zu erkennen, ist ein Beispiel für den Bereich A. Die sowohl für technische Wissenschaften als auch für Mathematik und Informatik wichtige Fähigkeit, einen verbal beschriebenen Ablauf in einer mathematischen Formel auszudrücken, ist ein Bespiel für Bereich B. Für Bereich C wäre die Fähigkeit, komplexe Informationen aus Texten richtig zu verarbeiten und anzuwenden, ein Beispiel.