Einsatzmodelle
Individuelle Modelle zur Auswahl von Studierenden mit dem BT-MINT
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Testverfahren für die Auswahl von Studierenden zu nutzen. Einige Modelle, die sich in der Praxis bewährt haben, werden im Folgenden skizziert. Die ITB Consulting GmbH berät bei der Gestaltung des gesamten Auswahlverfahrens.
50/50-Modell
Bei der Zulassung geht das Testergebnis des BT-MINT neben der HZB-Note mit einer Gewichtung von 40 bis 50 % in die Auswahlentscheidung ein. Solche Modelle werden für den TM-WISO von der Universität Hamburg und der RWTH Aachen verwendet. Vorteile dieses Modells sind Einfachheit, Transparenz und hohe Prognosekraft – in empirischen Studien wurde mehrfach nachgewiesen, dass eine annähernd gleiche Gewichtung von Abschlussnoten und Testergebnissen die höchste Prognosekraft hat.
differenziertes Bonusmodell
Bei der Entscheidung über die Zulassung werden mehrere Kriterien mit unterschiedlichen Gewichten berücksichtigt: Neben HZB-Noten und Testergebnissen können beispielsweise Sprachkenntnisse, Berufserfahrung, Praktika, Auslandsaufenthalte, Motivationsschreiben oder Empfehlungsschreiben mit einbezogen werden. Der Vorteil eines solchen Modells besteht darin, dass auch „weiche“ Kriterien berücksichtigt werden können.
Quotenmodell
Ein Teil der Studienplätze (z. B. 20 %) wird an die Bewerber mit den besten HZB-Noten vergeben.
Für die übrigen Plätze wird eine Rangreihe gebildet, wobei HZB-Noten und Testergebnis zu jeweils 50 % gewichtet werden. Solche Modelle werden beispielsweise beim Test für medizinische Studiengänge eingesetzt (mit einer Abiturbestenquote). Der Vorteil eines solchen Modells besteht darin, dass Personen mit sehr guten Abschlussnoten auch ohne Teilnahme am BT-MINT einen Studienplatz bekommen können und der Test weniger stark als „verpflichtend“ wahrgenommen wird.
Einfaches bonusmodell
Bewerber, die ein gutes Testergebnis vorweisen können, bekommen einen Bonus auf die HZB-Note. Hier sind mehrere Varianten praktikabel, z. B.: Bei einem Prozentrang zwischen 50 und 75 gibt es einen Bonus von 0,3, bei einem Prozentrang ab 75 einen Bonus von 0,6 auf die HZB-Note. Bei einem Standardwert von 100 bis 110 gibt es einen Bonus von 0,2 auf die HZB-Note, von 111 bis 120 beträgt der Bonus 0,4, ab 121 gibt es einen Bonus von 0,6.
Derartige Modelle werden von einigen Hochschulen beim Test für medizinische Studiengänge oder beim TestAS (Test für ausländische Studierende) verwendet. Die Hochschule Neu-Ulm verwendet ein Bonusmodell für den TM-WISO: Ab einem Prozentrang von 40/50/60 gibt es einen Bonus von 0,3/0,5/0,7 auf die Bachlornote. Ein solches Bonusmodell stellt sicher, dass Bewerber mit guten Abschlussnoten auch ohne Teilnahme am Test sehr gute Chancen auf einen Studienplatz haben. Absolventen von (Hoch-)Schulen mit strenger Notenvergabepraxis können ihre Zulassungschancen verbessern. Die HS Pforzheim verrechnet in vielen Studiengängen das Ergebnis im BT-WISO mit der HZB-Note im Verhältnis 30 : 70 nur dann, wenn sich dadurch für den Bewerber eine Verbesserung gegenüber der alleinigen Berücksichtigung der HZB-Note ergibt. An der HS Heilbronn wird in einigen Studiengängen eine obligatorische Verrechnung von BT-WISO-Ergebnis und HZB-Note vorgenommen; fehlt das BT-WISO-Ergebnis, wird es durch ein Notenäquivalent von 4,0 ersetzt.
Cut-off-modell
Das Erreichen eines bestimmten Ergebnisses im BT-MINT (z. B. Standardwert 100 oder höher) ist eine obligatorische Zugangsvoraussetzung. Cut-off-Modelle kommen häufig bei amerikanischen Tests – auch in Deutschland – zum Einsatz. Ein Vorteil wird darin gesehen, dass man einen „Mindeststandard“ setzt und dadurch sicherstellt, dass sich nur Personen bewerben, die über bestimmte kognitive Fähigkeiten verfügen. Außerdem sinkt die Zahl der Bewerber und damit der Verwaltungsaufwand.
GEWINNUNG DER BESTEN BEWERBER
Diejenigen, die eine besonders gute Kombination aus HZB-Note und Testergebnis mitbringen, erhalten bestimmte Vergünstigungen (z. B. Stipendien, Rückerstattung des Teilnahmeentgelts, Befreiung von Studiengebühren,…). Die Berücksichtigung von Testergebnissen bei der Vergabe von Stipendien wird von Hochschulen bislang nur in seltenen Fällen praktiziert. Stiftungen hingegen, wie die Studienstiftung des deutschen Volkes, setzen im Rahmen der Auswahl von Stipendiaten häufiger auf Tests von ITB. Der Vorteil eines solchen Modells liegt darin, dass besonders begabte Studierende zur Bewerbung an der betreffenden Hochschule ermutigt werden.
NEWS

Die erste Testversion des BT-MINT ist fertig gestellt und wird derzeit empirisch erprobt. Ab 2019 steht BT-MINT Hochschulen und Studieninteressierten zur Verfügung.

ANMELDEN

Die Anmeldephase zum BT-MINT beginnt am 08.04.2019 (ab 9:00 Uhr). Sie sich dann hier für den BT-MINT anmelden.

DEMOTEST
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TESTTERMINE UND GEBÜHREN
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